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Come to where the knowledge is! Deutsche Gemmologische Gesellschaft eV (German Gemmological Association)

Veranstaltungen

Die künstliche Eigenschaftsveränderung von Korunden stand im Mittepunkt der 1. Arbeitstagung 2018 der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V., die am Wochenende 26./27. Mai im Deutschen Gemmologischen Ausbildungszentrum in Idar-Oberstein stattfand.

DGemG-Präsident Dr. Thomas Lind hielt den Eröffnungsvortrag „Behandlung von Rubinen und Saphiren – Einführung und Nomenklatur“. Hierbei stellte er insbesondere die aktuellen CIBJO-Standards vor. Gerade bei Korunden sind eine ganze Reihe von Behandlungstechniken bekannt und die technologische Entwicklung stellt die Gemmologie vor neue und immer diffizilere Herausforderungen, die nicht nur untersuchungsrelevant gelöst werden müssen, sondern auch eine strikte Nomenklatur innerhalb der Branche, aber auch gegenüber dem Verbraucher erfordern.

Im Anschluss stellte Tom Stephan MSc, wissenschaftlicher Mitarbeiter der DGemG, die heute gängigen Methoden der Rissbehandlung bei Korunden vor. Speziell präsentierte er die technischen Hintergründe und Erkennungsmöglichkeiten der künstlichen Rissheilung und künstlichen Rissfüllung. Im Mittelpunkt der Identifizierung solcher behandelter Korunde steht die Verwendung des gemmologischen Mikroskops, dessen spezifische Anwendung am zweiten Tag der Arbeitstagung im Rahmen eines Workshops praktisch demonstriert wurde. Die Inhalte des Vortrages wurden auf einem Poster zusammengefasst, welches bei der DGemG erhältlich ist.

Der zweite Tag der Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Dr. Tobias Häger vom Institut für Edelsteinforschung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz zum Thema „Farbveränderungen durch thermische Behandlung bei Korunden“. Im Fokus seiner Ausführungen standen in erster Linie die Ursachen der diversen farblichen Veränderungen durch eine Hitzebehandlung bei Rubinen und Saphiren, die vorzugsweise auf Elektronenübergänge und dadurch verursachte Wertigkeitsveränderungen zurückzuführen sind. Die Kenntnisse dieser Vorgänge sind notwendig, um spezifische Erkennungsmethoden zu etablieren.

Zum Abschluss der Vortragsreihe referierte Dr. Claudio C. Milisenda von der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung – DSEF German Gem Lab über „Rubine und Saphire im Labor – Erkennung und Unterscheidung von Behandlungen, internationale Standards“. Einer Übersicht über die aktuellen Herausforderungen bei der täglichen Labortätigkeit für die Ausstellung von Befundberichten folgten Details zu den heutigen internationalen Standards der etablierten Edelsteinlaboratorien. Neben den klassischen gemmologischen Untersuchungsmethoden, speziell mit dem Edelsteinmikroskop, sind heute analytische Methoden notwendig, die eine eindeutige Bestimmung behandelter Rubine und Saphire ermöglichen. Diese umfassen sowohl spektroskopische als auch elementchemische Techniken, die speziell für die Anwendung bei Edelsteinen modifiziert sind.

Ihren Abschluss fand die Arbeitstagung mit einem Workshop, bei dem den Tagungsteilnehmern die gängigen Erkennungsmöglichkeiten für behandelte Korunde von den Mitarbeitern der DGemG und DSEF demonstriert wurden.

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Mikroskopische Erkennung behandelter Rubine und Saphire im Rahmen des Workshops bei der 1. DGemG-Arbeitstagung 2018. Weiterhin wurde auch die Anwendung der UV/VIS/NIR-Spektroskopie und Infrarot-Spektroskopie zur Identifizierung thermisch behandelter Korunde demonstriert.

RubinSpektren

In der Abbildung sehen Sie im oberen Bild ein typisches Infrarotspektrum eines nicht erhitzten Rubins aus Mosambik, gemessen mit dem DGemG-/DSEF-GemmoFTIR der Firma MAGI, mit OH-Schwingungen des Minerals Kaolinit, sowie OH-Schwingungen der Eisenhydroxide in Rissen („Staining“). Beim Erhitzen wandeln sich diese um, wodurch die OH-Schwingungen verschwinden.
Im unteren Bild ist ein typisches Spektrum eines nicht erhitzten Saphirs zu sehen. Die Bande bei 3161 cm-1 wird durch an Magnesium gebundene OH-Gruppen verursacht. Durch das Erhitzen verschwindet diese Bande ebenfalls.

Im Mittelpunkt der zweimal jährlich stattfindenden DGemG-Arbeitstagungen steht traditionell die feierliche Überreichung der Qualifikationsurkunden an erfolgreiche Absolventen der DGemG-Bildungsgänge Edelsteinkunde und Diamantenkunde und an neue Fachmitglieder (F.G.G.) sowie Ehrungen.

Im Zeitraum Oktober 2017 bis Mai 2018 haben 56 Teilnehmer die Fachprüfungen in Edelsteinkunde und/oder Diamantenkunde erfolgreich absolviert. Die Anwesenden stellten sich zusammen mit dem Präsidenten und dem Geschäftsführer der DGemG sowie den Dozenten zum obligatorischen Gruppenfoto.

absolventen tagungjuli2018

Die bei der Tagung anwesenden erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen der DGemG-Bildungsgänge Edelsteinkunde und Diamantenkunde und neue Fachmitglieder (F.G.G.), sowie Silberjubilare:

Vordere Reihe (von links): DGemG-Präsident Dr. Thomas Lind, Dr. LE Thi-Thu Huong (Mainz), Viola Reichenbach (Wien, Österreich), Corine Hafner (Lyss, Schweiz), Qi Wang (Idar-Oberstein), Maximilian Schroll (Friedberg), DGemG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Henn

Reihe dahinter (von links): Christin-Beatrice Hofmann (Eisingen), Anna-Lena Hollfelder (Oberstaufen), Ricarda Soukup (Straubenhardt), Caroline Stalter (St. Ingbert), Andreas Hörschelmann (Schweiz), Meinrad Müller (Münsingen, Schweiz)

Reihe dahinter (von links): Christoph Weick (Philippsburg), Tim Eiloff (Arnsberg), Christian O. Ezeokafor (Lagos, Nigeria), Patricia Elisabeth Sailer (Horgenzell)

Hintere Reihen (von links): DGemG-Seminarleiter Dipl.-Min. Fabian Schmitz, Denisa Oremova (Wien, Österreich), Lukasz Blasczuk (Warschau, Polen), Dilan Beder (Dormagen), DGemG-Seminarleiter Tom Stephan MSc, Sandra Trachsler (Will, Schweiz), Hangkai Ma (Luzern, Schweiz), Dr. Gangolf W. Kriechbaum (Alzenau)

Persönlichkeiten aus der Edelsteinbranche und deren Umfeld sind in den Gremien der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V. (DGemG) an verantwortlicher Stelle aktiv, um eines der wichtigsten Ziele dieser technisch-wissenschaftlichen Vereinigung zu erreichen: die Zusammenführung von Wissenschaft, Technik und Wirtschaft auf dem Gebiet der Edelsteinkunde.

In Anerkennung ihres besonderen Engagements und der besonderen Verdienste wurden die Mitglieder Eckart Baltin, Karl Egon Wild und Reinhard Balzer vom Präsidenten Dr. Thomas Lind in feierlichem Rahmen und im Beisein des Vorstandes, der Geschäftsleitung sowie der wissenschaftlichen Mitarbeiter geehrt.

Das Goldene Ehrenzeichen erhielten Eckart Baltin aus Idar-Oberstein und Karl Egon Wild aus Kirschweiler.

Eckart Baltin war von 1992 bis 2000 Mitglied des Vorstandes und als Jurist in Rechtsfragen von besonderer Bedeutung. Danach wechselte er in den Beirat und gehört heute dem Ältestenrat an.

Karl Egon Wild ist seit über 40 Jahren Mitglied und nicht nur Freund, Förderer und Gönner der Gesellschaft sondern als Inhaber eines renommierten Edelsteinunternehmens auch wertvoller Ratgeber. Er war ebenfalls von 1992 bis 2000 Mitglied des Vorstandes, danach im Beirat und ist heute im Ältestenrat engagiert.

Für seine in besonderem Maße hervorragenden Verdienste und Leistungen auf dem Gebiet der Gemmologie als Wissenschaft und zum Erreichen der Ziele der Gesellschaft wurde Reinhard Balzer zum Ehrenmitglied ernannt. Nach Abschluss seiner gemmologischen Ausbildung bei der DGemG im Jahr 1982 ist Reinhard Balzer seit 1984 an verantwortungsvoller Stelle in den Gremien und zwar Beirat und Ältestenrat der Gesellschaft tätig. Der Unternehmer aus Marburg ist leidenschaftlicher Sammler von Edelsteinen und Mineralen, Buchautor sowie Förderer und Gönner der Geowissenschaften, speziell der Universität Marburg und deren mineralogischen Museums sowie der DGemG, der er im vergangenen Jahr eine Sammlung von mehr als 400 geschliffenen Steinen gespendet hat.

 

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Im Bild: DGemG-Präsident Dr. Thomas Lind (3. v. l.) mit dem neuen Ehrenmitglied Reinhard Balzer (4. v. l.). Rechts daneben die mit dem Goldenen Ehrenzeichen geehrten Karl Egon Wild und Eckart Baltin. Links Vizepräsident Rolf Görlitz und daneben DGemG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Henn.

 

For English see below.

 

Wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass wir künftig jährlich einen Wettbewerb zur Einschlussfotografie anbieten werden!

Teilnehmen dürfen alle Mitglieder, Fachmitglieder sowie aktuelle und ehemalige Seminarteilnehmer der #Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V.

Zu gewinnen gibt es Gutscheine für kostenlose einwöchige Aus- und Weiterbildungsseminare bzw. Fortbildungsseminare aus dem #Seminarprogramm der DGemG.

Informationen zur Teilnahme finden Sie hier: Teilnahmebedingungen.pdf

 

We are pleased to announce that in the future we will be offering an annual competition for inclusion photography!

All members, fellows and current as well as former students of the #German Gemmological Association may participate.

You can win vouchers for free one-week training and advanced training seminars from the seminar program of the German Gemmological Association.

Information about participation can be found here: Terms_for_competition.pdf

 

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Im Bild sehen Sie einen Heilungsriss mit filmartigen Flüssigkeitseinschlüssen in einem Aquamarin aus Afghanistan (Auflicht, in Paraffin, Bildbreite 6,03 mm).

In the picture you see a healing crack with film-like fluid inclusions in an aquamarine from Afghanistan (reflective light, in paraffin, field of view 6.03 mm).

 

Die Deutsche Gemmologische Gesellschaft e.V. war auch in diesem Jahr mit einem Informationsstand auf der Inhorgenta in München vertreten.

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Neben dem gewohnten Untersuchungsangebot wurden von der Deutsche Stiftung Edelsteinforschung - DSEF German Gem Lab auch Befundberichte erstellt. Hierzu wurde ein komplettes Untersuchungslabor mit allen notwendigen Analysegeräten eingerichtet.

Ein Höhepunkt war das mittlerweile traditionelle Alumini-Treffen am DGemG-Stand, zu dem sich zahlreiche Mitglieder und Fachmitglieder sowie aktuelle und ehemalige Seminarteilnehmer zu einem gemütlichen Wiedersehen und Austausch von Informationen und Neuigkeiten trafen.

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Im Inhorgenta-Rahmenprogramm referierte DGemG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Henn zum Thema „Synthetische Diamanten – Entwicklung, Erkennung, aktuelle Marktsituation“.

Video zum Vortrag: Vortrag Dr. Ulrich Henn

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Dr. Claudio C. Milisenda (DSEF) referierte in seinem Vortrag über Farbedelsteine, Nachahmungen, Behandlungen – Aktuelles aus dem Labor der DSEF.

Video zu diesem Vortrag: Vortrag Dr. Claudio Milisenda

Am 18. und 19. November 2017 fand die 20. Konferenz der Federation for European Education in Gemmology (kurz FEEG) und das 50. Jahresjubiläum der spanischen Gemmologischen Gesellschaft IGE als eine gemeinsame Veranstaltung in Madrid statt. Den Hauptteil der Veranstaltung bildeten samstags und sonntags die gemmologischen Fachvorträge. Schwerpunkte waren analytische Geräte, Erkennung von synthetischen und behandelten Diamanten, Herkunftsbestimmung von Nephrit, metamorphe Saphire aus Sri Lanka und Edelsteine aus Italien. Dabei hielt Fabian Schmitz, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft einen Vortrag über die Eigenschaften und Farben des Turmalins. Er wurde auf der Konferenz einstimmig zum Vizepräsidenten der FEEG und zum Vorsitzenden der Prüfungskommission gewählt.

Der Vortrag ging auf die gemmologischen Eigenschaften, Farben und Varietäten ein. Die Kristallchemie, Absorptionsspektren und die Varietät Paraiba-Turmalin wurden im Kontext aktueller Forschung besprochen. Es sei an dieser Stelle auf die letzte Ausgabe der Zeitschrift "Gemmologie" verwiesen, welche diese Thematiken behandelt. Zudem wurden Behandlungen, Einschlussbilder und historische Aspekte des Turmalins aufgeführt.

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 Fabian Schmitz während dem Vortrag "Turmalin-eine aktuelle Betrachtung"

An diesem Wochenende fand eine Sonderausstellung über besondere Edelsteine sowie eine Besuchermesse im Haus des Institutes für Energie und Mineralogie statt, welches die Besucher der Tagung ebenfalls kennen lernten. Samstagabend wurden den Absolventen der FEEG-Prüfung feierlich die Urkunden überreicht.

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Zwei erfolgreiche Absolventen der FEEG-Prüfung aus Deutschland

(Christian Dietes links und Niclas Reinke rechts, in der Mitte Fabian Schmitz)

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