Deutsche Gemmologische Gesellschaft

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2. DGemG-Arbeitstagung 2017

Thema der 2. Arbeitstagung der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V. (DGemG) waren farbige Diamanten.

In seiner Begrüßung stellte DGemG-Präsident Dr. Thomas Lind verschiedene Aspekte dieser speziellen Thematik dar und ging auch auf das Spannungsfeld von Farbe und Farblosigkeit bei Diamanten ein. Zum einen die naturfarbenen Diamanten, die als „Fancy“ bezeichnet werden, zum anderen aber auch die breite Farbpalette künstlich behandelter sowie synthetischer Diamanten.

Im ersten Vortrag referierte DGemG-Geschäftsführer Dr. Ulrich Henn über berühmte farbige Diamanten und aktuelle Besonderheiten. Sein „Brückenschlag“ von der Historie zur Gegenwart beinhaltete historische Diamanten wie der blaue Hope mit seiner vermutlichen Vorgeschichte am Hofe Ludwig XIV. oder der blaue Wittelsbacher, den berühmten über 128 Karat schweren gelben Tiffany, der 1961 von Audrey Hepburn in dem bekannten Film Breakfast at Tiffany`s getragen wurde bis hin zum Pink Star der in diesem Jahr mit über 70 Millionen US-Dollar als teuerster Edelstein bei Auktionen verkauft wurde.

Die Ursachen der verschiedenen Naturfarben sowie die Charakterisierung und Erkennung künstlich gefärbter Diamanten sowie Synthesen war Inhalt des zweiten Vortrages, den der wissenschaftliche Mitarbeiter der DGemG, Diplommineraloge Fabian Schmitz, hielt. Systematisch stellte er die Eigenheiten und Besonderheiten der diversen Diamantfarben zusammen. In der anschließenden lebhaften Diskussion zeigte sich die Aktualität und Bedeutung dieses Themenbereichs und auch die Herausforderung an die Gemmologie eine eindeutige Bestimmung der unterschiedlichen Farbursachen – ob natürlich oder künstlich – zu gewährleisten.

In den folgenden Workshops wurden den Tagungsteilnehmern moderne Bestimmungsmethoden farbiger Diamanten demonstriert. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter der DGemG und der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung (DSEF) stellten mikroskopische und spektroskopische Methoden vor, die von den Besuchern zum Teil selbst durchgeführt werden konnten.

 

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Dr. Claudio C. Milisenda (2. von links) und DSEF-Mitarbeiter Stefan Müller (rechts) erläutern die Anwendung der Raman- und Infrarotspektroskopie bei farbigen Diamanten.

 

Ergänzt wurde der praktische Teil der Tagung durch eine vielbeachtete Ausstellung von Nachschliffen berühmter farbiger Diamanten sowie eine Auswahl ausgesuchter naturfarbener Diamanten.

Ihren Abschluss fand die Tagung in der feierlichen Überreichung der Qualifikationsurkunden an erfolgreiche Absolventen der DGemG-Bildungsgänge Edelsteinkunde und Diamantenkunde sowie an neue Fachmitglieder (FGG) durch den DGemG-Präsident Dr. Lind.

 

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Die Absolventen der DGemG Bildungsgänge sowie neue Fachmitglieder (F.G.G.) mit DGemG Präsident Dr. Thomas Lind (rechts) und DGemG Geschäftsführer Dr. Ulrich Henn (links). Von links nach rechts: Amir Nawrozzadeh (Idar-Oberstein), Christoph Schatzmann (Windisch, Schweiz), Christian Dietes (Mönkloh), Niklas F. Reinke (Düsseldorf), Petra Ines Crespo Chaca (Marburg), Aylin Özgürbüz-Özalpman (Mönchengladbach), Eva Müller (Wölmersen), Evren Özgürbüz (Mönchengladbach), Sandra von Wartburg (Zumikon, Schweiz).