Deutsche Gemmologische Gesellschaft

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35th International Gemmological Conference, Namibia

Alle zwei Jahre findet jeweils in einem anderen Land die International Gemmological Conference (IGC) statt, eine Zusammenkunft international renommierter Edelsteinwissenschaftler zum Zweck des aktuellen Erfahrungsaustauschs.

Die 35. Auflage fand auf Anregung von Dr. Ulrich Henn von der Deutschen Gemmologischen Gesellschaft e.V. vom 8. Bis 19. Oktober 2017 in Namibia statt und wurde auch von ihm zusammen mit Prof. Dr. Henry A. Hänni aus der Schweiz und Andreas Palfi aus Namibia organisiert. Die DGemG unterstützte auch als einer der Hauptsponsoren die für die Gemmologie wohl wichtigste internationale Konferenz.

Tagungsort war die namibische Hauptstadt Windhoek. Über 60 Wissenschaftler von gemmologischen Gesellschaften, Instituten und Labors sowie von Universitäten, Museen und Branchenorganisationen aus 28 Ländern trafen sich im Konferenzzentrum des Safari Hotels zu Fachvorträge aus allen aktuellen gemmologischen Themenbereichen.

 

safari hotel igc

Teilnehmer der 35. International Gemmological Conference (IGC) in Namibia.

Der deutschen Delegation gehörte neben dem Organisator Dr. Henn auch Dr. Claudio C. Milisenda von der Deutschen Stiftung Edelsteinforschung an. Beide referierten über aktuelle Forschungsergebnisse:

Ulrich Henn, Tom Stephan, Thomas Lind, Fabian Schmitz: A gemmological study on tourmaline from the Karibib and Usakos Region, Namibia.

Claudio C. Milisenda, Stefan Müller: REE Photoluminescence in Paraiba Type Tourmaline from Mozambique.

Eröffnet wurde die Konferenz durch die stellvertretende Ministerin für Bergbau und Energie Kornelia Shilunga sowie  den CEO des Chamber of Mines of Namibia, Veston Malango, der selbst vor Jahren seine gemmologische Ausbildung bei der DGemG in Idar-Oberstein absolviert hat und nun seine Lehrer wieder traf.

Die Vorexkursion führte die Tagungsteilnehmer zu den Diamantvorkommen zwischen Oranjemund und Lüderitz:

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Links: Dr. Ulrich Henn (rechts) und Dr. Claudio C. Milisenda (links) in der Namdeb Diamantmine bei Oranjemund.

Rechts: Diamantgewinnung in der Namdeb Diamond Operation, Oramjemund.

Auf der Nachexkursion wurden die Turmalin- und Granatvorkommen in der Erongo-Region besucht.

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Links: Otjua-Turmalinmine bei Karibib. Rechts: Green Dragon Demantoid-Mine, Tubussis.

Am Ende der Konferenz übergab Dr. Ulrich Henn das IGC-Banner an den französischen Delegierten Prof. Emmanuel Fritsch, der in zwei Jahren die Konferenz in Nantes organisieren wird. 2021 geht es dann nach Japan.